Englische Bulldogge richtig füttern: Menge, Futterart und typische Fehler

24. Oktober 2026 · Rasse: Englische Bulldogge

Englische Bulldogge im Foto

Bei der Englischen Bulldogge entscheidet die Fütterung mit über Beweglichkeit, Atmung und Hitzetoleranz. Sie ist schwer gebaut, bewegt sich wenig und nimmt schnell zu. Die richtige Menge ist daher keine Nebensache, sondern ein zentraler Teil der Gesundheitsvorsorge.

Warum jedes Kilo zählt

Zusätzliches Gewicht belastet Hüften und Gelenke, macht das Atmen schwerer und erhöht das Risiko bei Hitze. Gerade bei einem Hund, der von Natur aus kaum antreibt, merkt man Übergewicht oft spät, weil er ohnehin gern liegt. Laut Steckbrief wiegen erwachsene Tiere meist etwa 22 bis 25 Kilogramm, individuell kann das aber abweichen. Schau deshalb auf die Körperform, nicht nur auf die Waage.

Menge bestimmen und kontrollieren

Der Energiebedarf hängt von Alter, Gewicht, Aktivität und Stoffwechsel ab. Beginne mit der Empfehlung auf der Futterverpackung, rechne sie auf das Zielgewicht und stimme sie mit der Tierarztpraxis ab. Dann prüfst du regelmäßig:

  • Rippen sollten sich mit leichtem Druck ertasten lassen
  • der Brustkorb sollte sich von der Bauchlinie abheben
  • wiege alle zwei bis vier Wochen und trage das Ergebnis in eine Liste ein

Eine Faustregel: Alle Extras zusammen, also Leckerlis, Kauartikel und Reste, sollten nur einen kleinen Teil der Tagesration ausmachen. Ziehe sie von der Mahlzeit ab.

Hilfreich ist ein kleiner Wochenplan: Lege fest, wer wann füttert, und trage Gewicht, Menge und Besonderheiten ein. Bei mehreren Personen im Haushalt vermeidest du so doppelte Portionen. Kleine Anpassungen von etwa einem Zehntel der Ration sind besser als drastische Sprünge, und nach jeder Änderung beobachtest du zwei bis drei Wochen lang den Effekt.

Englische Bulldogge im Foto
Foto: Raks Loss / Pexels

Welche Futterart passt?

Ein vollwertiges Alleinfutter, das zum Alter passt, ist die einfachste Grundlage. Nassfutter enthält viel Wasser und sättigt oft gut, Trockenfutter ist praktisch und gut dosierbar. Entscheidend ist, dass dein Hund es gut aufnehmen kann, denn bei der kurzen, breiten Schnauze rutschen manche Futterformen weg. Probiere flache Näpfe oder Alternativen aus, falls er sich schwertut. Bei Selbstgekochtem oder Rohfütterung ist eine fachlich berechnete Ration nötig, sonst entstehen leicht Mängel.

Fütterungsalltag: Sabbern, Schlingen und Ruhe

Englische Bulldoggen sabbern und kleckern, wodurch Futter in den Falten hängen bleibt. Wische Mund- und Gesichtsfalten nach jeder Mahlzeit ab und trockne sie, sonst können sich Entzündungen bilden. Fressen sie hastig, hilft ein Anti-Schling-Napf. Verteile die Tagesration auf zwei Mahlzeiten, gib ruhige Zeit vor und nach dem Fressen und halte das Wasser stets frisch. An heißen Tagen darfst du Wasser zusätzlich anbieten, lass aber nicht zu viel auf einmal trinken.

Futter nach Lebensphase

  • Welpe: Spezielles Welpenfutter, drei bis vier kleine Mahlzeiten. Zu schnelles Wachstum durch Überfütterung belastet die Gelenke, deshalb gilt: schlank aufwachsen lassen.
  • Erwachsener Hund: zwei Mahlzeiten, Menge dem Aktivitätsniveau anpassen, im Sommer bei geringerer Bewegung eher weniger
  • Senior: Bedarf kann sinken, Zähne und Verdauung im Blick behalten, Futterwahl mit der Praxis besprechen

Wechsle das Futter immer langsam über sieben bis zehn Tage, indem du das neue Futter nach und nach untermischst.

Typische Fehler und gefährliche Lebensmittel

Die größten Fehler sind kleine Zugaben ohne Rechnung, Tischreste, Dauerleckerlis aus Mitleid und das Fehlen einer festen Routine. Genauso kritisch ist es, ein auffälliges Gewicht zu ignorieren, weil „die Rasse halt so aussieht“. Giftig oder gefährlich sind unter anderem:

  • Schokolade und Kakao
  • Weintrauben und Rosinen
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Xylit, enthalten in manchen Süßwaren, Kaugummis und Backzutaten
  • Alkohol, Macadamianüsse und stark Gewürztes

Hat dein Hund etwas davon gefressen, ruf umgehend Praxis oder Giftnotruf an.

Verträglichkeit und Besonderheiten

Zeigt dein Hund wiederkehrenden Juckreiz, Blähungen, weichen Kot oder gerötete Hautfalten, kann das mit dem Futter zusammenhängen, muss es aber nicht. Wechsle nicht wahllos Sorten, sondern führe ein kurzes Futtertagebuch und bespreche es mit der Praxis. Eine Ausschlussdiät sollte tierärztlich begleitet werden. Auch Zahnstein, Übergewicht und Verdauungsprobleme zeigen sich oft zuerst im Alltag, deshalb lohnt der regelmäßige Blick ins Maul und auf den Kot.

Häufige Fragen

Soll ich meine Englische Bulldogge barfen?

Das ist möglich, erfordert aber einen genauen Rationsplan und Hygiene. Lass dich vorher von einer Tierarztpraxis mit Ernährungsberatung unterstützen.

Wie erkenne ich, ob meine Bulldogge zu dick ist?

Wenn du die Rippen kaum ertasten kannst, keine Taille erkennbar ist oder sie bei kleiner Anstrengung schnell außer Atem gerät, bespreche das Gewicht mit der Praxis.

Sind Kauknochen und Kauartikel erlaubt?

In Maßen und passend zur Größe, am besten unter Aufsicht. Rechne sie in die Tagesration ein.

Weitere Informationen zu Haltung, Pflege und Gesundheit findest du im Steckbrief der Englischen Bulldogge.

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Englische Bulldogge

Gemütlich, treu und stur: Die Englische Bulldogge ist ein ruhiger Familienhund mit typischen Gesundheitsthemen, die du vor der Anschaffung kennen solltest.

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